| FILTAN GmbH |
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| 63505 Langenselbold |
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Der Wirbelrohrabscheider ist
ein robustes Gerät für die Abkühlung von Gasen. Der Abkühlungsprozess
im V(ortex) T(ube) S(eparator) ist
eine effizientere Gasentspannung als das Joule Thomson Ventil
mit einem nachgeschalteten Flüssigkeitsabscheider. In anderen
Worten ausgedrückt, die abgeschiedene Flüssigkeitsmenge
ist bedeutend größer als die bei einem Joule Thomson Prozess,
oder es wird ein niedrigerer Taupunkt bei gleichem Druckgefälle
erreicht.
Der Wirbelrohrabscheider
besteht aus einem Doppelmantelrohr, einem Verteilerkopf,
Einlaufdüsen und einem Stellkegel. Der VTS hat keine
beweglichen Teile und die Wartungsanforderungen sind äußerst
gering.
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| Das Wirbelrohr
ohne Verrohrung auf einem Speicher der Thyssengas
GmbH |
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Der Wirbelrohrabscheider basiert
im wesentlichen auf folgenden beiden physikalischen Effekten:
- Dem Joule-Thomson-Effekt.
Der Joule-Thomson-Effekt bewirkt eine
Abkühlung des Gases aufgrund isenthalper Drosslung.
Bei dem Durchströmen der Eingangsdüse wird das Gas adiabat
entspannt und kühlt ab. Die Abkühlung ist eine Funktion
des Druckverhältnisses, wobei die kälteste Temperatur
dort erreicht wird, wo der Druck am niedrigsten ist.
- Dem Ranque - Hilsch-Effekt.
Bei tangentialer Einführung eines Gasstromes
durch eine Düse in ein Wirbelrohr erfolgt eine Trennung
des Gases von der Flüssigkeit im Gravitationsfeld des
Wirbels. Gleichzeitig werden die durch den Ranque - Hilsch-Effekt
bewirkten Temperaturveränderungen im Wirbelfeld (die Temperatur
verringert sich von der Wand zum Rohrzentrum hin) ausgenutzt,
um den Gasstrom zusätzlich zu kühlen und kondensierende
Gaskomponenten abzutrennen. Wegen des Temperaturgefälles
verschiebt sich die Expansion isenthalpe Drosslung zu
einer effizienteren isentropen Expansion.
Bei dem VTS wird das Gas oder
die Gasmischung durch die Einlaufdüsen tangential in den
Mantelraum eingedüst. In den meisten Fällen, abhängig von
dem Druckverhältnis Eingangs- zu Ausgangsdruck, erreicht
das Gas beim Entspannen in den VTS fast Schallgeschwindigkeit.
Während der isenthalpen Drosslung
des Gases in der Einlaßdüse erfolgt die Kondensation der
im Gas gelösten Komponenten. Diese werden durch die im Wirbel
auftretenden Zentrifugalkräfte an die Mantelwand geschleudert
und durch Auslaßöffnungen in den Kondensatableiter abgeführt.
Nach dem Austritt aus der Entspannungsdüse
und der Umlenkung strömt das Gas zunächst in Rohrwandnähe
durch das Wirbelrohr (Außenströmung) bis zum Stellkegel,
wird umgelenkt und strömt in Achsnähe innerhalb der Außenströmung
in entgegengesetzter Richtung zurück. (Innenströmung) Ein
Teil der anfänglich hohen Geschwindigkeitsenergie wird wieder
in Druck umgewandelt, ein anderer Teil wird durch Dissipation
abgebaut. Beide Effekte erhöhen die Gastemperatur. Das Gas
erwärmt sich daher bis zum Erreichen des Stellkegels. Dort
wird ein Teilgasstrom als sogenannter" Warmgasstrom"
abgeführt. Der umgelenkte Innenstrom gibt einen Teil seiner
Wärme an die umhüllende, kältere Außenströmung und kühlt
sich weiter ab. Die axial austretende Innenströmung wird
deshalb als "Kaltstrom" bezeichnet.
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| Eine
Prinzipskizze des Wirbelrohres mit den Gasströmen |
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Die effektiv abgeschiedene
Kondensat- oder NGL-Menge liegt in bezug auf den Gleichgewichtstaupunkt
höher als bei einem konventionellen Choke-Ventil, jedoch
geringer als bei einem Turbo-Expander.
Der Warmgas- und Kaltgasstrom werden nach dem VTS zusammengeführt,
wobei sich entsprechend dem Mengenverhältnis der Einzelströme
eine Mischtemperatur einstellt. Diese Mischtemperatur entspricht
etwa der Temperatur nach einem herkömmlichen Joule Thomson
Ventil.
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Potentielle
Einsatzmöglichkeiten
Die Haupteinsatzmöglichkeiten
des VTS sind die Kohlenwasserstoff -Taupunktabsenkung, Gastrocknung
auf Öl- / Gasfeldern, wo typische Joule Thomson Ventile
eingesetzt werden und Erdgasspeicher zur H2O- Trocknung,
wo ausreichend Druck im System vorhanden ist.
Der VTS
kann u.a. für die Kohlenwasserstoff -Taupunktabsenkung von
Verkaufsgas- und Heizgassystemen anstelle herkömmlicher
Druckreduzier- Regelanlagen eingesetzt werden.
Das
p/t Diagramm Abbildung 3 zeigt, im Phasendiagramm die unterschiedlichen
Taulinien für einen VTS, Joule Thomson Separator und Turboexpander,
wenn unbehandeltes Gas in seinem Kohlenwasserstofftaupunkt
gesenkt wird. Die Ausgangsbedingungen und der Druckabfall
für jeden Prozeß ist identisch.
Nach den Kurven
in Abbildung 3 liegt der Kohlenwasserstofftaupunkt nach
einem VTS zwischen dem Joule Thomson- und Turboexpander
Prozeß.
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Comparison
of Downstream Gas Phase Envelopes (Pressure Drop 120 bar to
70)
. . . . . Inlet Gas
......... Joule Thomson
- - - - Vortex VTSä
---- Turbo Expander |
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Einsatzanforderungen
Drei Hauptkriterien müssen
für den Einsatz des VTS erfüllt werden.
- Das Druckverhältnis
Eingangs-/Ausgangsdruck sollte mindestens 1.3 betragen.
Bei speziellen Anwendungen sind auch kleinere Druckverhältnisse
möglich.
- Der Gewichtsanteil
von freien Flüssigkeiten sollte geringer als 20%
sein.
- Das Wirbelrohr muß
vor einem großen Anfall von mechanischen Verunreinigungen
durch einen Staub-/Zyklonabscheider gschützt werden.
Geringe Mengen von Partikeln kleiner 300 Mikron werden
mit der Flüssigkeit abgeschieden
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Gastrocknung
Der VTS wird schon eingesetzt
für die Abscheidung von Kohlenwasserstoffen bei gleichzeitiger
H2O -Trocknung. Bei der H2O -Trocknung wird in der Zuleitung
zum VTS ein Trocknungsmittel inhibiert. Es wird eine wesentlich
geringere Gas-/ Trocknungsmittel Kontakttemperatur erreicht
als bei einem konventionellen Absorber, daraus folgt ein
günstigeres Absorbtionsgleichgewicht und damit trockneres
Gas. Das mit H2O beladene Glykol wird über einen Abscheider
der Regeneration und dann wieder dem Prozess zugeführt.
Die bei der H2O -Trocknung
mit dem Wirbelrohr benötigte Trocknungsmittelmenge für die
Absorption ist um ca. 60 % geringer als bei der herkömmlichen
Absorberturmtrocknung. Die Selektiviät des Trocknungsmittels
kann je nach Betriebsbedingungen bis auf 80% reduziert werden.
Alle nachgeschalteten Komponenten bauen kleiner, und der
Energieverbrauch für den Regenerierungsprozess wird erheblich
gesenkt.
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Installationen
des Wirbelrohres
Das Wirbelrohr wird seit März
2001 von der Thyssengas
GmbH in der Grosstechnik auf dem Kavernenspeicher
in Epe für die Gastrocknung eingesetzt. Die Durchsatzrate
beträgt min/max. 20.000 / 140.000 Vnm³/h bei einem
Kavernendruck von min/max. 36 / 210barü.
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